©2007 e.froschmayr

IKONEN

 

GEBURT CHRISTI
(Weihnachts-Ikone)

Die vorliegende Darstellung wird gewöhnlich als "Sammelbild" bezeichnet, weil mehrere Szenen, die zeitlich und räumlich unterscheidbar sind, zusammenhängend darauf wiedergegeben werden. Der Hintergrund des Bildes ist als Felsenlandschaft gestaltet, in die figürliche Gruppen und Einzelgestalten eingebettet sind. Genau in der Mitte ist das Christuskind in der Krippe dargestellt, vor dem dunklen Hintergrund zeichnet sich die Gestalt von Ochs und Esel ab.
Das beherrschende Bildelement der ganzen Ikone ist Maria, die auf einem roten Kissen ausgestreckt liegt.
Sie ist in einen Purpurmantel gekleidet, der ihren königlichen Rang betont.
Im oberen Teil des Bildes sieht man Engel mit goldenen Flügeln, durch einen Felsenvorsprung in zwei Gruppen geteilt: die linke Gruppe hat frohlockend die Hände erhoben, während die rechte Gruppe der Engel die Hände in Trauer, wissend um den bevorstehenden Kreuzestod des soeben geborenen Kindes, verhüllt hat.


GEBURT CHRISTI

Der rechte Engel hat sich von der Gruppe gelöst und wendet sich den Hirten zu, denen er die Geburt des Heilands verkündet. Einer der Hirten bläst auf einer Tuba. Von links nähern sich der Gottesmutter die hl. Drei Könige, um das Kind zu beschenken.

Im unteren Teil des Bildes sind weitere Vorgänge geschildert. An der linken Seite bereitet die Hebamme Salome das Bad für das Neugeborene, während eine Magd aus einem Krug Wasser nachgießt. Das Bad des Christkindes wird auch als Hinweis auf die Taufe verstanden.
Rechts im Vordergrund sitzt der hl. Josef mit nachdenklichem Gesicht, vor ihm der Teufel in Gestalt eines Hirten, der in ihm Zweifel an der unbefleckten Empfängnis Mariens erwecken will.

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HL. GEORG
 

HL. GEORG

Der hl. Gerog einer der beliebtesten christlichen Heiligen, wird als Schutzpatron der Armen, der Krieger und Waffenschmiede, der Hirten und Herden, sowie von Haus zu Hof verehrt.

Erwird in der Ikonenmalerei dargestellt als Soldatenheiliger in Rüstung mit Schild und Speer, oder als Reitheiliger und Drachentöter, hoch zu Roß auf einem weißen Pferd, den Kampf des Guten gegen das Böse symbolisierend.

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Triptychon
 
Triptychon
  Im Mittelteil die Gottesmutter Kasanskaja, bedeckt mit einem vergoldeten Silberoklad, nur das Inkarnat bleibt sichtbar. Die Verkleidung von Ikonen mittels Basma (Metallverkleidung des erhabenen Ikonenrandes), Riza (Verkleidung der ganzen Ikone mit Aussparung der heiligen Person) und Oklad erfüllten vor allem zwei Funktionen: einmal als zusätzliche Gabe der Verehrung, die der Gläubige dem Heiligen zukommen ließ, zum anderen boten sie Schutz für die empfindliche Malerei.

Links und rechts der Gottesmutter sind die heiligen Kirchenväter, Basilios der Große, Johannes Chrisostomos, Gregor von Nazianz, sowie der hl. Nikolaus abgebildet.

Am oberen Rand:
die alttestamentlichen Propheten Micha, Daniel, David, Salomon und Elias, die Weissagungen auf die Gottesmutter ausgesprochen haben.
 
Triptychon
 

Im oberen Teil
des Triptychons ist die alttestamentarische Dreifaltigkeit dargestellt: an einem rechteckigen Tisch sitzen drei Engel mit Stäben, das Zeichen ihrer Wanderschaft in Händen, auf dem Speisen und Getränke sowie Eß- und Trinkgefäße stehen. Der Engel in der Mitte symbolisiert Christus, rechts ist Gottvater, links der heilige Geist.
Abraham und Sara eilen herbei, die unerwarteten Gäste zu bewirten. Im Hintergrund links ist das Haus Abraham, rechts stilisierte Felsen zu sehen, die Bäume sollen den Hain Mamre andeuten.

Die Seitenflügel
des Triptychons sind der Königstüre einer Ikonostase nachempfunden, wobei die beiden oberen kleinen Felder immer der Darstellung der Verkündigung gewidmet sind.

Darunter sind die vier Evangelisten gezeigt: oben links diktiert Johannes dem Diakon Prochoros den Anfang des nach ihm benannten Evangeliums, rechts oben schreibt Matthäus die ersten Worte nieder. Lukas (links) und Markus (rechts), in der unteren Reihe, notieren ebenfalls die Anfangsworte ihrer Evangelien. Johannes wird in der Felsenhöhle auf der Insel Patmos dargestellt, in welcher er die Vision der Apokalypse erlebte, die anderen drei Evangelisten sind in eine architektonische Szenerie einbezogen.
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HL. ELEUTHERIOS
GOTTESMUTTER KASANSKAJA
HL. PARASKEVI

HL. ELEUTHERIOS

Byzantinisches Ikonenmotiv aus der Kirche der Gottesmutter Chrysaliniotissa
in Nicosia, Cypern 14. Jahrhundert

Der Heilige ist frontal dargestellt, mit stark verlängertem Körper, gekleidet in bischöfliche Gewänder.

Der hl. Eleutherios wurde im Jahre 175 zum Papst ernannt und verstarb im Jahre 189.

 



GOTTESMUTTER KASANSKAJA


Die Kasanskaja ist in Rußland von allen Muttergottesikonen wohl am häufigsten anzutreffen. Das Urbild soll von einem Mädchen aus Kasan 1579 in einem Brunnen gefunden worden sein, nachdem ihm die Gottesmutter im Traum erschienen war und ihm die Stelle gezeigt hatte, wo es graben sollte.

Die Ikonen des Kasanskajatyps zeigen nur den Kopf der Muttergottes, der sich leicht dem Kinde zuneigt, das Kind erscheint in Halbfigur mit segnender Hand.

Über der Gottesmutter von Kasan ist ein Mandilion abgebildet, "das nicht von Menschenhand geschaffene
Antlitz Christif.

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HL. PARASKEVI

Byzantinisches Ikonenmotiv aus der Kirche der Gottesmutter Chrysaliniotissa
in Nicosia, Cypern 14. Jahrhundert

Die hl. Paraskevi (= griechisch Freitag) gilt als Personifizierung des Karfreitags, des Sterbetages Christi.
Aus diesem Grund hält sie ein Medaillon des toten Christus in Händen.

Die Heilige ist frontal dargestellt, in stark verlängerter Dimension.

Rechts unten ist, mit. Berücksichtigung der Bedeutungsperspektive, der Stifter der Ikone in verkleinerter Gestalt abgebildet.

GOTTESMUTTER VLADIMIRSKAJA

Das Urbild dieser Muttergottes soll der Legende nach vom hl. Lukas gemalt worden sein.
Er gilt als der erste lkonenmaler; mehrere Muttergottesikonen werden "Lukasbilder" genannt und ihm zugesprochen.Die älteste, uns heute bekannte Darstellung dieses Motives ist die berühmte Vladimirskaja aus dem 11. Jahrhundert, die ursprünglich von Konstantinopel nach Vladimir gelangte und sich heute in der Tretjakov-Galerie in Moskau befindet.

 

GOTTESMUTTER VLADIMIRSKAJA

 

Diese Ikone hatte im alten Russland eine ganz besondere Stellung inne. Die Chroniken vermerkten jede ihrer Versetzungen und schrieben jedes bedeutende Ereignis in der Geschichte des Landes ihrem Einfluss zu.

Über Jahrhunderte verlieh die Ikone der Gottesmutter von Vladimir dem russischen Volk ihren Schutz und wird daher als das größte nationale Heiligtum verehrt.

Alle uns bekannten Ikonenmaler haben die Vladimirskaja im Laufe der Jahrhunderte mehrfach dargestellt.

Auf nebenstehender Ikone habe ich die Gestalt der Gottesmutter mit einem aus winzigen Flussperlen gesticktem Kleid versehen. Festgehalten wird das Kleid durch eine Silber-Riza, eine als Silberblech angefertigte und von Hand geprägte und verzierte Metallverkleidung.


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GOTTESMUTTER P LATYTERA
 

GOTTESMUTTER
P LATYTERA


Die Gottesmutter sitzt auf einem Thron, links und rechts zwei Engel, bekleidet mit dem Maphorion, auf welchem alle drei Jungfrauensterne sichtbar sind.

Das Jesukind ist ebenfalls dem Beschauer zugewandt und hält in der linken Hand eine ungeöffnete Schriftrolle, während die Rechte im Segensgestus erhoben ist.

Am oberen Bildrand sind die Verkündigung, die Kreuzigung, die Kreuzabnahme und die Höllenfahrt Christi dargestellt.
Am linken, rechten und unteren Rand verschiedene Heilige, die alle namentlich beschriftet sind.


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inks;
hl. Johannes
Apostel Petrus
hl. Georg
hl. Katharina
unten:
Gregor der Theologe
Johannes Chrisostomos
hl. Constantin und Helena
Basilius der Große
hl. Nikolaus
rechts:
Johannes der Theologe
Apostel Paulus
hl. Demetrius
hl. Antonius von Ägypten